Digitalisierung

Industrie 5.0 – Upgrade mit Technologie, Mensch und Umwelt im Gleichgewicht

Was ist Industrie 5.0? Wie unterscheidet sich das Konzept von Industrie 4.0 und welche Chancen bieten sich dadurch für produzierende Unternehmen? Hier erfahren Sie mehr.

Eine Person im Anzug hält ein Tablet mit technischen Diagrammen, während im Hintergrund eine industrielle Umgebung mit Robotik verschwommen zu sehen ist. Über dem Bild liegen digitale Symbole zu Industrieanlagen, Energie, Automatisierung und Datenanalyse.
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Drei nebeneinander liegende Whitepaper-Seiten mit Text und technischen Illustrationen zur Digitalisierung und Industrie 5.0

Die Industrie 5.0 klopft an – nicht als Ersatz von Industrie 4.0, sondern als nächste Evolutionsstufe bringt sie Unternehmen voran: mehr Effizienz, eine nachhaltigere und sparsamere Produktion sowie resilientere Prozesse. Bewährte Konzepte müssen dabei nicht über Bord geworfen werden. Wer aber jetzt Technologie mit gesellschaftlicher Transformation strategisch klug verbindet, sichert sich entscheidende Wettbewerbsvorteile.

Aber was bedeutet Industrie 5.0 konkret für produzierende Unternehmen? Welche Technologien und Vorteile bringt sie mit sich? Und wie können sich Unternehmen darauf vorbereiten?

Von Industrie 4.0 zu 5.0: Evolution statt Revolution

Die Industrie 4.0 oder vierte industrielle Revolution steht für vernetzte Digitalisierung und Automatisierung durch den Einsatz diverser Schlüsseltechnologien:

Kameralösungen für die Montage

Künstliche Intelligenz (KI)

Maschinelles Lernen und Deep Learning verbessern Qualitätssicherung, Prozesse und Automatisierung. Zwei Beispiele für KI in der Produktion:

  • Smart Ordering berechnet autonom optimierte Beschaffungsparameter, analysiert den Verbrauch und erstellt Bedarfsprognosen, um Fehlbestandrisikos, Lager- und Lieferkosten zu minimieren. Bestellzeitpunkt und -menge werden automatisch angepasst, was die Arbeitsauslastung reduziert und Zeit spart.
  • Smart Cameras überwachen kritische Prozesse, und KI kann Arbeitsanweisungen erstellen. Bestehende PDF-Anweisungen werden in interaktive Anleitungen umgewandelt, und neue Produkte können durch Videoaufzeichnungen in Arbeitsanweisungen mit Bild und Text transformiert werden.

Big Data und Datenanalyse

Grosse Datenmengen werden zur Effizienzsteigerung sowie für Wartungs- und Nachfrageprognosen strukturiert und interpretiert. Dies ermöglicht z. B. volle Kontrolle und Transparenz über Lagerbestände oder auch Echtzeit-Produktionsverfolgungen.

Internet der Dinge (IoT)

Vernetzte Sensoren überwachen Maschinenfunktionen und Umweltfaktoren in Echtzeit. Durch Supply Chain Management Lösungen entsteht eine resiliente Lieferkette, indem Nachbestellungen und Bestandverwaltung für B- und C-Teile automatisiert wird.

Additive Fertigung (3D-Druck)

Sie ermöglicht eine ressourcenschonende und flexible Produktion mit weniger Abfall und optimierten Lieferketten.

Ein KI-Server in einem grossen Serverraum

Cloud-Computing

Cloud-Computing ermöglicht den sicheren Austausch und die Verarbeitung grosser Datenmengen für eine vernetzte Produktion. Beispiele für Cloud-Computing sind interaktive Supply-Chain-Plattformen, die Cloud-Computing nutzten, um eine Echtzeitbewirtschaftung von B- und C-Teilen, volle Transparenz über den Materialfluss und einen vollautomatischen Bestellprozess zu ermöglichen. Oder Plattformen zur Digitalisierung und Optimierung von Montageprozessen. Diese nutzen Cloud-Computing um intelligente Werkzeuge und Geräte zu verbinden, die in Echtzeit Daten sammeln und austauschen. Zudem können Produktionsdaten in Echtzeit erfasst und analysieren werden für eine verbesserte Produktionsqualität und Rückverfolgung.

Das Ziel ist eine vernetzte Smart Factory, die massgeschneiderte Produkte effizient herstellt.

Was ist Industrie 5.0?

Industrie 5.0 geht über diesen stark technologiezentrierten Ansatz hinaus und betont zusätzlich eine gesellschaftliche Transformation der Industrie. Neben der Technologie rückt der Mensch stärker in den Fokus. Effizienz bleibt wichtig, aber auch Nachhaltigkeit, Resilienz und soziale Verantwortung gewinnen an Bedeutung. Es handelt sich um eine Weiterentwicklung, nicht um eine Abkehr von der Industrie 4.0.

Mensch und Maschine starten gemeinsam durch: Chancen der Industrie 5.0

Industrie 5.0 kombiniert die Themen der Industrie 4.0 mit einer nachhaltigen und menschenzentrierten Arbeitsweise. Das zahlt sich nicht nur für die Unternehmensführung aus, sondern auch für die Belegschaft: Weniger monotone Aufgaben, spannendere Herausforderungen und bessere Arbeitsbedingungen erhöhen die Zufriedenheit und stärken die Bindung der Mitarbeitenden. Doch die Chancen und Vorteile gehen darüber hinaus.


Roboterarm in Aktion.

Technologie als Unterstützung, nicht als Ersatz

Automatisierung und KI können Arbeitsprozesse ergonomischer und sicherer gestalten. Intelligente Assistenzsysteme und Robotik entlasten Mitarbeitende physisch und kognitiv, steigern ihre Produktivität und stärken langfristig ihre Gesundheit. Digitale Arbeitsanweisungen, intelligente Werkzeuge und automatische Qualitätskontrollsysteme wie Smart Cameras entlasten den Mitarbeitenden und beseitigen Fehler.

Nachhaltigkeit in den Kern der Strategie integrieren

Unternehmen fördern ressourcenschonende Prozesse, minimieren Abfälle und produzieren energieeffizient. Der Einsatz erneuerbarer Energien sowie smarte Steuerungssysteme zur Verbrauchsoptimierung senken den Energie- und Materialverbrauch und erhöhen die Wettbewerbsfähigkeit. Durch optimierte, automatisierte Lagerbewirtschaftung und volle Transparenz und Kontrolle über Bestände werden Unternehmen nachhaltiger und effizienter.

Resilienz und Cybersicherheit ausbauen

Eine flexible und regional diversifizierte Produktion reduziert Abhängigkeiten von einzelnen Zulieferern und stärkt die Industrie sowie einzelne Unternehmen gegenüber Krisen und Lieferkettenengpässen. Mit automatischen Lieferantenmanagementsystemen  werden z. B. Lieferungen von B- und C-Teilen konsolidiert, Kosten minimiert und die Nachhaltigkeit verbessert. Eine zentral organisierte Verwaltung von Know-how und standardisierten Montageprozessen ermöglicht eine flexible und skalierbare Umsetzung auf globaler Ebene. Investitionen in die digitale Sicherheit minimieren wiederum Risiken durch Cyberangriffe oder technische Störungen.

Mitarbeitende einbinden und befähigen

Die Einführung neuer Technologien sollte stets mit Schulungen und Weiterbildungen einhergehen, damit Mitarbeitende KI, Robotik und digitale Zwillinge sinnvoll nutzen können. Ihre aktive Beteiligung an der Umsetzung fördert ausserdem die Akzeptanz und bringt praxisnahe Lösungen hervor. Unternehmen profitieren dabei nicht nur von effizienteren Prozessen, sondern auch von motivierten und engagierten Fachkräften.

Industrie 5.0 verbindet Industrie 4.0-Themen mit nachhaltigem, menschenzentriertem Arbeiten. Vorteile für Management und Mitarbeiter: weniger Monotonie, spannendere Aufgaben, bessere Arbeitsbedingungen – ein Gewinn für alle Beteiligten.

Industry 5.0

Fazit: Industrie 5.0 als Zukunftsstrategie

Industrie 5.0 bietet produzierenden Unternehmen die Chance, sich nachhaltig, resilient und menschenzentriert aufzustellen. Anstatt nur auf Digitalisierung und Automatisierung zu setzen, geht es darum, Technologie als Werkzeug zur Unterstützung des Menschen zu verstehen.

Wer jetzt die Weichen stellt, kann sich frühzeitig Wettbewerbsvorteile sichern. Unternehmen sollten analysieren, welche Industrie-5.0-Technologien für ihre Produktion relevant sind und erste Pilotprojekte starten.

Mann steht im Supermarktbereich und hält eine SmartBin Cloud in den Händen.

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